Fachkräftemangel-Blog

Wohlbefinden ködert IT Fachkräfte

Wohlbefinden ködert IT-Fachkräfte

 

Fachkräftemangel Wohlbefinden für IT-Fachkräftein der IT-Branche ist der Fachkräftemangel besonders stark zu spüren. In einem kurzen Artikel auf Webmagazin.de schildert der IT-Pionier Frank Geßner, mit welchem Köder man heute nach seiner Erfahrung IT-Spezialisten am besten angelt.

 

Hier eine kurze Zusammenfassung, und hier geht’s zum Artikel…

 

Das lockt IT-Fachkräfte

  • Arbeit mit Top-Technologien
  • und/oder tüfteln an technologischen Herausforderungen
  • Kompetente Kollegen, von denen man lernen kann
  • Harmonisches Arbeitsumfeld (vergleichen Sie unsere Empfehlungen zur Unternehmenskultur)
  • Soziale Bindungen zu den Kollegen => soziale Aktivitäten, gemeinsame Ausflüge, gemeinsame Incentives
  • Wohlbefinden: z.B. junge, kreative Atmosphäre: Relax-Ecke, Tisch-Kicker, Tischtennisplatte, Espressomaschine, gut gefüllter Kühlschrank mit hippen Getränken, die gemeinsame Gratis-Pizza bei Nachtschichten.
  • Freie Wahl des Betriebssystems am eigenen Arbeitsplatz
  • Bring you own Device – Mitarbeiter dürfen ihre eigenen technischen Geräte mitbringen und anschließen, auch wenn sie nicht den Firmenstandard erfüllen
  • Bestmögliche Ausstattung am Arbeitsplatz, Rechner und Monitore, aber auch der ergonomische Stuhl nach Wunsch
  • Angenehmer Geräuschpegel, der in so manchem platzoptimierten 3er- oder gar Großraum-Büro nicht garantiert werden kann
  • Weiterbildung über die aktuellen Entwicklungen auf der Höhe der Zeit, Fachkongresse
  • Hohe Flexibilität bei den Arbeitszeiten
  • Entgegenkommen bei Sonderwünschen: z.B. Hund mitbringen an den Arbeitsplatz
  • Respektvolle Behandlung, insbesondere Anerkennung der Leistung und der besonderen Schwierigkeiten der Aufgabe (Vergleichen Sie unsere Empfehlungen zur Führungskräfteentwicklung)

 

Wenn das alles stimmt, kommt faire Bezahlung besser an, als ein maximales Gehaltsangebot und Extras wie Firmenwagen

 

Der Killer für die Mitarbeiterloyalität im IT-Bereich

  • Wie überall: ein fachlich oder menschlich inkompetenter Chef, fehlende Harmonie und Wertschätzung (70% aller Jobwechsler verlassen ihren Chef!). Vergleichen Sie unsere Empfehlungen zur Führungskräfteentwicklung.
  • Führungskräfte können die Qualität der entwickelten Codes nicht beurteilen. Folglich werden die Leistung und die Qualität der geleisteten Arbeit nicht gewürdigt.
  • Umorganisation, unerwünschte Versetzung in ein anderes Team, somit Verlust der sozialen Bindungen
  • Technischer Rückstand in den zu bearbeitenden Themen, wer den Anschluss verliert, verliert auch an eigenem Marktwert
  • Technisch veraltet Arbeitsausstattung
  • Arbeitsaufgaben und Anforderungen an den Umgang mit anderen Abteilungen, die sich nicht mit der IT-ler-Mentalität vertragen
  • Büros, in denen man nicht konzentriert arbeiten kann, zu viel Lärm, zu viel Störungen
  • Viele Beratertage mit langen Dienstreisen und Abwesenheit von der Familie

 

Arbeitgeber-Bewertungs-Plattformen

Arbeitgeberbewertungen aktiv nutzen

 

Fachkräftemangel Arbeitgeber BewertungsplatformenFachkräftemangel? Na klar, da macht man ein starkes Employer Branding, dann wird das schon. Aus der Werbung kennen die Menschen das ja schon: Versprochen wird einem viel. Manchmal in den rosigsten Farben. Und wenn man das Produkt dann kauft, ist man schnell sehr enttäuscht. Warum sollte das in der Werbung für Arbeitgeber anders sein? Ist es auch nicht. Die Bewerber glauben anfangs noch, was in den Stellenanzeigen super klingt. Sie kommen euphorisch und motiviert an ihren neuen Arbeitsplatz. Und dann machen Sie eigene Erfahrungen.

 

Schnell lernt man das Übersetzen der Werbesprache. Ein „anspruchsvolles Umfeld“ übersetzt man mit schwierigen Vorgesetzen, Politik und Machtkämpfen auf allen Ebenen. Wird ein Mitarbeiter mit überdurchschnittlicher Einsatzbereitschaft gesucht, bedeutet das regelmäßig Arbeitszeiten bis tief in die Nacht hinein, die wie selbstverständlich hingenommen werden und mit dem Gehalt abgegolten sind. Bewerber werden heute nicht mehr alles glauben, was Sie schreiben, die begehrten Fachkräfte suchen die Wahrheit und wollen Beweise.

 

Senioren als Mittel gegen Fachkräftemangel

Senioren gegen FachkräftemangelEs gibt mittlerweile viele Rezepte, die als Mittel gegen den Fachkräftemangel gehandelt werden. Eines davon heißt, Senioren an die Front. Das können sich aber viele Arbeitgeber noch gar nicht vorstellen. Mal abgesehen von den vielen Regeln, die die Beschäftigung älterer Arbeitnehmer erschweren (z.B. besonderer Kündigungsschutz und meist höhere Gehälter), geleten Ältere als nicht mehr so belastbar und wenig flexibel.

Andererseits haben Senioren aber auch viele Vorteile, wie dieser Artikel aus der Schweiz beschreibt. Arbeitnehmer 55 Plus bringen immerhin eine ganze Menge unbezahlbarer Berufs- und Lebenserfahrung mit. Soweit sie im eigenen Betrieb groß geworden sind, würden mit ihnen, im Falle eines vorzeitigen Rentenbeginns ein immenses Wissen und Knowhow für das Unternehmen verloren gehen. Meist sind Senioren auch die Idealbesetzung, wenn es darum geht, junge unerfahrene Kollegen einzuarbeiten, zu schulen und zu coachen.

Natürlich erfordern veränderte Bedingungen - eben Fachkräftemangel - auch Anpassungen an das neue Umfeld. Manche Unternehmen kommen diesem Veränderungsdruck nur sehr widerwillig nach. Die Sieger von Morgen gestalten Veränderungen proaktiv. Das heißt: schaffen Sie ein Umfeld, in dem Arbeitnehmer 60 plus gerne Ihren Fachkräftemangel ausgleichen. Also ein Klima, in denen die Senioren-Arbeitnehmer weniger Stress und Produktionsdruck haben. Möglichkeiten von flexiblen Teilzeitvereinbarungen, Ruhezonen und die Gelegenheit für ein Miittagsschläfchen (was garantiert allen Arbeitnehmern und deren Leistungsfähigkeit gut täte). Und die Chance, jungen Mitarbeitern mit ihrem Erfahrungsschatz zur Seite zu stehen.

 

Neueste Studie zum Fachkräftemangel

Entwicklung FachkräftemangelDas Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat gerade eine brandneue Studie zum Fachkräftemangel vorgelegt (offizielle Veröffentlichung März 2015). Demnach müssen wir im optimistischen Szenario bis 2030 mit ca. 1. Mio weniger Arbeitskräften rechnen. Im pessimistischen Szenario geht die Studie, die von Andrea Nahles in Auftrag gegeben wurde, von nur 200.000 Zuwanderern (im optimistischen Szenaion Anwachsen der Zuwanderzng auf 300.000) aus. Dann müssten wir sogar mit einem Rückgang von 2 Mio. Arbeitskräften rechnen. Der Fachkräftemangel sei demnach allein durch höhere Zuwanderung nicht aufzuhalten. Zusätzlich müsse man auch längere Beschäftigungszeiten älterer Beschäftiger (60-74 Jahre) und mehr familienfreundliche Beschäftigungsmodelle forcieren. Die Studie finden Sie hier zum Download.

Noch mehr Berufen droht Fachkräftemangel

Fachkräftemangel droht jetzt noch mehr Berufen

Fachkräftemangel in vielen BerufenEin neues Gutachten des Instituts für Wirtschaft in Köln ermittelt, dass jetzt der Fachkräftemangel in 139 von 615 analysierten Berufen vor der Tür steht. Der absehbaren Renteneintritt der Babyboomer-Generation der 1950er- und 1960er-Jahre wird diesen Trend schon in nächster Zukunft weiter verschärfen. Spürbar wird es dann zum Beispiel auch für die Berufskraftfahrer, 43 Prozent der insgesamt 529.000 Berufskraftfahrer sind mindestens 50 Jahre alt. Aber insbesondere in der Baubranche, den Sozialen- und den Gesundheitsberufen.

Das Gutachten können Sie hier als PDF downloaden.